Sachprosa
«Großvaters Bunker»

Wie der Krieg uns bis heute prägt
Dieses Sachprosabuch ist in vielerlei Hinsicht das Resultat einer jahrzehntelangen Suche, zu verstehen, was die Menschen, die während meines Aufwachsens für mich am wichtigsten waren, geprägt hat. Durch Archiv- und Literaturstudien sowie die Briefe und Tagebücher, die tief unten in den Kisten mit alten Familiendokumenten lagen, erkannte ich, welche traumatischen Erlebnisse des Zweiten Weltkriegs sie ihr Leben lang mit sich getragen haben, ohne je darüber zu sprechen.
Dabei verstand ich auch, daß mein Großvater, den ich sehr geliebt habe, nicht nur Wehrmachtssoldat war, sondern möglicherweise zeitlebens überzeugter Nationalsozialist blieb. Diese Entdeckung ließ mich tief in die Frage eintauchen, wie auch die unausgesprochenen Kriegserfahrungen der angreifenden Soldaten für Generationen weiterleben können.
Deutschland hat sich intensiv mit seiner NS-Vergangenheit auseinandergesetzt, doch über die persönlichen Erlebnisse von Millionen Geflüchteten und Vertriebenen wurde lange geschwiegen. Dieses kollektive Verdrängen hatte Folgen – für die Betroffenen selbst und für ihre Kinder und Enkel, die mit einer unsichtbaren Last aufwuchsen. Mein Buch verbindet persönliche Spurensuche mit wissenschaftlicher Analyse, um aufzuzeigen, wie tief die Vergangenheit bis heute in uns nachhallt.
Heute, fast 80 Jahre nach Kriegsende, sind wir erneut mit Flucht, Vertreibung und Krieg in Europa konfrontiert. Wie können wir aus der Vergangenheit lernen? Wie beeinflussen unaufgearbeitete Traumata noch immer unser gesellschaftliches Zusammenleben? Und warum ist es gerade jetzt wichtiger denn je, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen?
Mein Buch Großvaters Bunker verbindet persönliche Familiengeschichte mit einer größeren historischen Perspektive. Es zeigt, dass die Folgen des Krieges nicht mit dem letzten Schuss endeten – sie reichen bis in unsere Gegenwart. Wenn wir verstehen, wie die Vergangenheit in uns weiterlebt, können wir auch besser begreifen, was Erinnerungskultur wirklich bedeutet – und warum wir Verantwortung tragen, aus der Geschichte zu lernen.
In meinen Vorträgen, die ich in Norwegen und Deutschland halte, beleuchte ich die langfristigen Folgen von Kriegstraumata und die Mechanismen der transgenerationalen Weitergabe. Ich zeige auf, wie das Schweigen über prägende Erlebnisse ganze Familien und Gesellschaften beeinflusst und warum es essenziell ist, sich aktiv mit unserer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Durch die Verbindung von persönlicher Geschichte, wissenschaftlichen Erkenntnissen und aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen rege ich dazu an, Erinnerungskultur neu zu denken und aus der Geschichte zu lernen.
Gerne halte ich auch für Sie einen Vortrag – nehmen Sie einfach Kontakt auf, um den Rahmen und Fokus zu besprechen.
Rezensionen und Pressestimmen

„Ein Buch, das nicht nur persönliche Schicksale beleuchtet, sondern auch aktuelle Fragen zu Krieg und Vertreibung aufwirft.”
„Eine starke und erschütternde Familiengeschichte, die zeigt, dass das Schweigen über Traumata diese nicht verschwinden lässt.“

„Mit großer erzählerischer Kraft und fundierter Sachkenntnis verbindet Pabst persönliche Erinnerungen mit historischen Quellen.
Ihr Buch zeigt eindrucksvoll, wie unausgesprochene Traumata über Generationen hinweg weiterwirken.”

„Ein persönlicher und zugleich wissenschaftlich fundierter Bericht, der zeigt, wie Kriegstraumata über Generationen hinweg weiterwirken.“
„Sachlich fundiert und dennoch bewegend – Pabst zeigt, warum das Erbe des Krieges uns alle betrifft.“
„Pabst nutzt ihre eigene Familiengeschichte, um zu zeigen, wie Kriegstraumata über Generationen hinweg weitergegeben werden. Sie verbindet persönliche Erlebnisse mit wissenschaftlicher Analyse und bietet so einen tiefen Einblick in die langfristigen Auswirkungen von Krieg und Vertreibung.“
(dt.: Südnorwegischer Literaturpreis)